Nach der ersten 3D Kopfhörer Tour zusammen mit der Band Adulescens  haben wir in Stuttgart auf dem Marienplatz Festival das bisher größte 3D Kopfhörer Konzert in Deutschland realisiert.

 

Durch die Lärmschutzauflage der Stadt Stuttgart ist bei dem Festival mitten in der Innenstadt ab 22 Uhr keine Beschallung durch Lautsprecher mehr möglich. Ab 22 Uhr erfolgte die Beschallung ausschließlich über Funk-Kopfhörer.

Um das Konzert deutlich gegen „Silent Diskos“ abzugrenzen, habe ich eine KLANG:fabrik vom 3D In-Ear Spezialisten KLANG:technologies eingesetzt um das Publikum „binaural“ zu beschallen.

Mit der KLANG:fabrik ist es möglich, das natürliche richtungsbezogene Hören im Kopfhörer mit Einzelsignalen aus dem Mischpult in Echtzeit abzubilden und lateinzfrei zu verändern.

 

Der erste Feldversuch dieser Art hat gezeigt, es ist möglich 3D Konzerte in größerem Rahmen auf Festivals umzusetzen. Weg vom Schalldruck, hin zum eindrucksvollen Surround Sound Erlebnis.

Für das 3D Kopfhörer Konzert in Stuttgart kamen neben über 1000 Funk Kopfhörer ein Allen&Heath GLD-80 (FOH), iLive (MON) sowie eine KLANG:fabrik in einem Dante-Netzwerk zum Einsatz.

 

 

 

-> Bei Stereo kann man die Musikinstrumente auf einer geraden Linie zwischen linken und rechtem Ohr orten, hat aber immer das Gefühl die Musik findet im Kopf statt. Es klingt einfach 2 Dimensional.

 

Durch ein paar technische Kniffe können wir die Musik auf dem Kopfhörer so klingen lassen, als stünde man mitten auf der Bühne und hört die ganzen Instrumente von allen Seiten rund um sich herum (Lokalisation).
Es ist dann nicht nur die Ortung der einzelnen Instrumente zwischen Links und Rechts möglich, sondern auch von Vorne, Hinten, Oben, Unten. UND man hat das Gefühl, die Musik kommt nicht mehr nur aus dem Kopf sondern von allen Seiten. (3D)

Ein Parade-Beispiel für solche Technologien sind z.B. „Kunstkopf-Aufnahmen“ (die gibt es schon relativ lange) die exakt das natürliche Hören und damit die Lokalisation (Distanz und Richtung) abbilden und sich mit einem Kopfhörer wiedergeben lassen, als hätte man es selbst gehört.